Tagestipps im Radio

Tagestipps

Sonntag 18:20 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

100 Songs Von Roland Schimmelpfennig Mit: Robert?Gallinowski, Johanna?Griebel, Boris?Aljinowitsch?u. v. a. Korepetitorin: Uschi?Krosch? Regie: Leonhard Koppelmann? (Produktion: SWR 2018) Eine Gruppe von Männern, Frauen, Kindern: Sie alle sitzen um acht Uhr vierundfünfzig in dem abfahrenden Zug. Ohne zu wissen, dass dies die letzte Zugfahrt ihres Lebens sein wird. Weil der Zug um acht Uhr fünfundfünfzig explodieren wird. Wie kann das Unfassbare beschrieben werden? Oder geht nur das Beschreiben der Minuten davor? Als die Menschen vielleicht gerade ihr Lieblingslied hörten. Über die Songs leuchten die Momente von Glück, Liebe, Leidenschaft und ihrem Vergehen, die plötzlich abbrechen. "100 Songs" ist ein Hymnus auf das Leben angesichts seiner plötzlichen, willkürlichen Bedrohung.

Sonntag 18:30 Uhr WDR5

Tiefenblick

Alle für eine - Der Kampf um Gleichberechtigung weltweit (1/4) Argentiniens Frauen sagen "Basta!" Überall auf der Welt müssen Frauen für ihre Rechte kämpfen. Selbst in Ländern mit gesetzlicher Gleichstellung sind sie oft Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Welche Antworten finden Frauen weltweit auf diese Herausforderungen? Eigentlich sollte die Gleichberechtigung von Männern und Frauen weltweit längst Realität sein. Schon 1981 wurde die "UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau" in Kraft gesetzt, die so genannte "UN-Frauenrechtskonvention". Die Initiative zu einer solchen Konvention hatten vor allem Frauenorganisationen aus Afrika, Asien und Lateinamerika ergriffen. 189 Staaten haben sich inzwischen dazu verpflichtet, jede Form der Diskriminierung von Frauen durch geeignete politische Maßnahmen zu beenden, darunter auch die Türkei. Doch die Realität und das traditionelle Rollenverständnis in den Familien sieht anders aus. Während die Frauen in Argentinien gegen den Machismus vorgehen, kämpfen die Niederländerinnen eher mit Teilzeitarbeit und schlechteren Karrierechancen. Wie gleichberechtigt sind Frauen tatsächlich? Vier Korrespondentinnen des Netzwerkes "Weltreporter" berichten aus vier unterschiedlichen Kontinenten über Frauenrechte, Frauenleben und Frauenleid. Von Die Weltreporterinnen Produktion: WDR 2021

Sonntag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Bilder von uns Nach dem gleichnamigen Roman Von Thomas Melle Bearbeitung und Regie: Steffen Moratz Mit: Max von Pufendorf, Nico Holonics, Sebastian Blomberg, Oliver Urbanski, Cristin König, Eva Meckbach, Deborah Kaufmann, Maria Hartmann, Wilfried Hochholdinger, Friedhelm Ptok Komposition: Hans Platzgumer Ton und Technik: Thomas Monnerjahn, Sonja Rebel Produktion: Deutschlandfunk Kultur / NDR 2017 Länge: 79"28 "Bilder von uns" beginnt wie ein Psychokrimi und stürzt seinen Protagonisten in eine Verwirrung, aus der er sich nicht befreien kann. Thomas Melles Missbrauchsdrama als Hörspiel. Ein Mann, noch keine 40 Jahre alt, erfolgreicher Manager eines Großunternehmens, wird von einem Foto aufgeschreckt. Es landet aus dem Nichts heraus auf seinem Handy: Das Motiv ist er selbst, als zehnjähriger Junge. Nackt. Wer hat ihm das geschickt? Erinnerungsbilder aus seiner Schulzeit drängen in sein Bewusstsein. Katholisches Eliteinternat, Fotoshooting im Umkleideraum, im Park, Berührungen - er war sicherlich nie Opfer von sexuellem Missbrauch. Oder doch? Er sucht Kontakt zu drei Klassenkameraden. Einer von ihnen könnte der Absender des Fotos sein. Seine Suche nach Antworten entwickelt sich zu einem komplexen, bedrängenden Drama, einem Kampf um Recht und Unrecht, um die Deutungshoheit über die eigene Vergangenheit und das eigene Leben. Thomas Melle, 1975 in Bonn geboren, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Berlin und Texas. Er ist Autor von Theaterstücken und Prosa, darunter der Roman "Sickster" (2011) und der autobiografische Bericht "Die Welt im Rücken" (2016), dessen Adaption für die Bühne zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. Zudem übersetzt er, u.a. die Werke von William T. Vollmann. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören die Nominierung für den Deutschen Buchpreis und der Klopstock-Preis. Melle war Schüler auf dem Bonner Aloisiuskolleg, an dem 2010 Fälle von sexuellem Missbrauch bekannt wurden. Bilder von uns

Sonntag 19:05 Uhr Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

"Musik ist eine feine Sache" Eine CONTRA-Ausgabe von und mit Gunkl Gestaltung: Günther Paal, Silvia Lahner "Mich interessieren die Grundlagen. Ereignisse sind nur zur Veranschaulichung gut und sie wechseln, die Grundlagen dieser Ereignisse bleiben aber und die halte ich für interessanter und vor allem für ergiebiger", sagt Günther Paal alias Gunkl. Wie kaum ein anderer versteht es der Kabarettist, komplexe Inhalte mühelos in seine Programme zu integrieren, die dem Publikum intellektuelles wie ästhetisches Vergnügen bereiten sollen. Ebenso wie der Sprache fühlt sich Gunkl auch der Musik zugetan und verpflichtet. Nicht zuletzt, weil er ein hervorragender Musiker ist. Gemeinsam mit der Gruppe "The Upper Austrian Jazz Orchestra" hat er vor einigen Jahren die CD "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" herausgebracht. Er gehört der Band "Familie lässig" an und musiziert in den unterschiedlichsten Formationen. Für CONTRA wird Gunkl einige von ihm bevorzugte Musikstücke vorstellen und in seiner Gedankenwelt einbetten.

Sonntag 20:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Leerstand trotz Wohnungsnot Das Dach über dem Kopf als Spekulationsobjekt Von Matthias Holland-Letz Warum stehen in Großstädten, in denen Menschen teils verzweifelt eine Bleibe suchen, Tausende von Wohnungen leer? Was auf den ersten Blick allenfalls als Knirschen im Getriebe des Marktes erscheint, erweist sich bei näherem Hinsehen als fulminantes Geschäft. Mal sind es freistehende Mehrfamilienhäuser, mal einzelne Etagen, oder auch Teile von hochpreisigen Neubau-Blocks, die in begehrten Ballungsräumen jahrelang unbewohnt bleiben. Es sind keine Einzelfälle. Die Stadt Düsseldorf beispielsweise geht von ca. 6000 leerstehenden Wohnungen aus. In vielen Fällen verzichten Eigentümer - Immobiliengesellschaften oder in- wie ausländische Investoren - auf Vermietung, weil es angesichts exorbitanter Wertsteigerung selbst bei hohem Mietniveau lukrativer ist, Wohnungen als Anlageobjekt zu handeln. Und das geht meist deutlich besser ohne lästige Mieter. Kommunen wehren sich verstärkt gegen solchen spekulativen Leerstand. Oft jedoch fehlt der Verwaltung Personal und Überblick; in manchen Teilen der Republik auch die rechtliche Handhabe. Zur Spekulation mit Wohnraum hinzu kommt die Spekulation mit unbebauten, innerstädtischen Grundstücken. Ob eine Reform der Grundsteuer ab 2025 hier Abhilfe schafft, ist offen. Deshalb wird auch in der Bundespolitik die Debatte über eine Bodenreform lauter - und die Frage, ob die Befriedigung des Grundbedürfnisses auf Wohnen tatsächlich weitgehend einem "freien" Markt überlassen werden kann. Produktion: WDR 2021

Sonntag 22:00 Uhr HR2

Hörspiel | Das Wetter vor 15 Jahren | Von Wolf Haas

Mit Felix Römer, Maren Kroymann, Ulli Diehr und Valerie Koch Seit fünfzehn Jahren studiert Vittorio Kowalski wie besessen die Wetterdaten eines fernen Alpendorfs.

Sonntag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Literatur

Städte lesen Das janusköpfige Iasi Stolz und Abgrund der rumänischen Kultur Von Katrin Hillgruber Die Großstadt im äußersten Nordosten gilt als Kulturhauptstadt Rumäniens - und war 1941 der Schauplatz eines lange tabuisierten Judenpogroms. Im äußersten Nordosten Rumäniens, unweit der Grenze zur Republik Moldau, erstreckt sich über mehrere Hügel die Großstadt Iasi, das Zentrum der Region Moldau und Sitz der ältesten Universität des Landes. In der Villa des Dichters Vasile Pogor traf sich ab 1863 die literarische Gesellschaft Junimea ("strahlende Jugend"). Unter den Autoren, die die moderne rumänische Literatur begründen sollten, befand sich auch der volkstümliche Antisemit Ion Creangã. Im 20. Jahrhundert wurde Iasi zur Ideenschmiede der faschistischen "Eisernen Garde" und 1941 zum Ort eines verheerenden, bis 2003 tabuisierten Pogroms: An einem Junitag massakrierten Anhänger des Antonescu-Regimes mit Hilfe der Wehrmacht mehr als 13.000 Juden. Katrin Hillgruber erkundet die Licht- und Schattenseiten des rumänischen Oxford, das in Konkurrenz zu Bukarest als Kulturhauptstadt des Landes gilt.

Sonntag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 Musikpassagen

Die Birmingham-Connection Wie Rockbands aus Birmingham die Undergroundmusik nach Südwestdeutschland brachten Von Christoph Wagner London war das unbestrittene Zentrum der englischen Poprevolution in den 1960er- und 1970er-Jahren. Aber auch aus Birmingham kam eine ganze Reihe bemerkenswerter Rockbands: The Spencer Davis Group, Black Sabbath, Hardin & York, Locomotive, Tea & Symphony und Bakerloo. Durch einen persönlichen Kontakt nach Südwestdeutschland waren dies die ersten Gruppen, die den neuen Underground-Rock nach Baden-Württemberg brachten, wo sie häufig in kleinen Clubs und städtischen Festhallen auftraten.

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